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Das Mannheimer Kopfstück

Wir hatten uns 1995 für den von Märklin im Märklin-Magazin (1991) veröffentlichten Modulkopf mit stabilen Metallzapfen und –Buchsen entschieden. Ein hiernach gefertigtes Kopfstück wurde von der Fa. Pelzer vertrieben. Nachteil war die fehlende Definition (Normung) der Gleislage am Kopfstück  (s.a.  Modulbau Leitfaden) und die beim Zusammenbau auftretenden Toleranzen durch unterschiedlich starke Holzplatten.

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Das Besondere an dem seit 2003 erhältlichen Mannheimer Kopfstück ist, dass eine – auf das Hübnergleis abgestimmte – Schwellenwanne geschaffen wurde. Hieraus ergibt sich eine absolut präzise Gleislage, die es jedem Modellbahner ermöglicht, Module ohne Lehre oder Mutterkopfstücke zu bauen. Weiterhin besteht das Kopfstück aus 2 getrennten Profilbrettern, die miteinander verleimt werden und so für einen stabilen und verzugsfreien Normübergang sorgen. Das hintere Brett ist anders profiliert, um eine genaue Auflage für das Trassenbrett abzugeben.

Mit dem Mannheimer Kopfstück lassen sich natürlich auch Hegob-, Märklin-, Probst- oder sonstige Gleise verwenden, wenn man die unterschiedlichen Maße der Schwellen und Schienenprofile gleich beim Aufbau mit berücksichtigt. Oder man bestellt sich von vorneherein Kopfstücke mit der entsprechenden Schwellenwanne des gewünschten Gleisfabrikats.

Das Kopfstück besteht aus zwei getrennt gelaserten Platten aus 10 mm Sperrholz, die auf - ebener Unterlage aufgespannt - miteinander zu verleimen sind. Der beiliegende Zapfen ist auf ausreichend harter Unterlage und genau rechtwinklig einzupressen (z.B. mit Hilfe eines Bohrständers) . Eine Buchse dient beim Einpressen hilsweise zur besseren rechtwinkligen Führung.

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Das Kopfstückprofil ist für die Verwendung von 12 mm Platten bei den Trassenbretter optimiert. Weitere Infos in unserem Beitrag  Mustermodul.

Die Module werden untereinander am Kopfstück mit Schloßschrauben M8 x 60, Beilagscheiben und Flügelmuttern verbunden (nicht im Lieferumfang enthalten).

Die wichtigsten Daten:

  • Gleisabstand: 156 mm
  • Schwellenbreite: 80,5 mm (Hübner)
  • Gleishöhe: 9,8 mm (Hübner)
  • Kopfstück: 400 x 97 x 20 mm (L x H x B)

Die weiteren Maße ergeben sich aus der Zeichnung zur Mannheimer Norm

Das Kopfstück ist auch für den Gleisabstand von 14 cm (z.B. passend für Hübner) erhältlich. Alle anderen Abmessungen des Kopfstückes sind unverändert. Weitere Kopfstückprofile (eingleisig, dreigleisig, ohne Böschung, mit Gleisüberhöhung oder für andere Gleisfabrikate) können individuell gelasert werden. Mailanfragen werden gerne beantwortet.

Der Teilesatz für ein Paar Kopfstücke besteht aus:

  • 2 Profilbretter aussen
  • 2 Profilbretter innen
  • 2 Metallbuchsen
  • 2 Metallzapfen

 

Zusammenbau des Kopfstücks

1. Die Teile des Mannheimer Kopfstücks. Unten das äussere Profilbrett.

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 2. In das vordere Profilbrett werden Zapfen und Buchse eingepresst. Der Zapfen hält durch die Rändelung sicher im Holz. Die Buchse sollte sicherheitshalber vor dem Einsetzen mit etwas Pattex bestrichen werden. Wichtig: den Zapfen später immer einfetten oder ein wenig einölen um Rostbildung zu verhindern ! 

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 3. Sofort danach die beiden Profilbretter verleimen (Ponal o.ä.) und auf ebener Fläche aufspannen. Im hinteren Teil des Bildes ist das verleimte Kopfstück mit Blick auf die Innenseite gezeigt.

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4. Um einen ebenen Übergang zwischen Trassenbrett und Kopfstück zu erreichen, verwendet man hilfsweise kleine Klötzchen als Anschlag. Das Trassenbrett wird stirnseitig mit dem Kopfstück verleimt und verschraubt.

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5. Vor dem Zusammenbau des Modulkastens die Aussenkanten des Kopfstückes leicht anschleifen um das Verleimen zu erleichtern (lose Partikel und Staub vom Lasern etwas beseitigen).

 

 Zur Demo mit Gleisjochen versehen. (Weitere Hinweise und Fotos: -> Mustermodul )

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Holz ist ein Naturwerkstoff, bei dem sich Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen sehr stark auswirken können und dann zu schwankender Längenausdehnung führen. Die für die Kopfstücke verwendeten Sperrholzarten sind hiervon nach den bisherigen Erfahrungen in eher geringerem Umfang betroffen. Dennoch sollte man sich beim Werkstoff Holz immer darüber im Klaren sein: der "Zehntel-Millimeter" ist kein Maß. Es soll Schreiner geben, die diesen Spruch sogar auf den ganzen Millimeter ausdehnen …

 

Wenn die Möglichkeit besteht, empfiehlt sich vor dem Einschottern mit einem Referenzmodul oder der Kopfstück-Lehre die korrekte Gleislage zu überprüfen, um noch leicht eventuelle Korrekturen vornehmen zu können.

 

Bei den fertigen Modulen sollten freibleibende Holzflächen – einschließlich der Kopfstücke – mit Klarlack geschützt werden.

 

Seit 2009 werden die Kopfstücke in eigener Regie gelasert. Zur Laserfertigung noch einige allgemeine Hinweise:

1. Um die Verschwelung beim Laser-Schneiden in Grenzen zu halten, wird darauf verzichtet, an allen Stellen den letzten Zehntel-Millimeter ganz durchzulasern. An diesen Stellen bitte mit dem Bastelmesser ein wenig nachhelfen. Die Kanten sollte man hinterher ohnehin mit Sandpapier etwas brechen.

2. Die jetzige Software lässt beim Schneiden von Löchern manchmal einen winzigen Steg stehen. Diesen bitte bei den Bohrungen für Zapfen und Buchse mit der Rundfeile oder Sandpapier etwas abnehmen, um den zentrischen Sitz nicht zu erschweren.

3. Laserschnitte sind grundsätzlich ein wenig kegelig; das lässt sich auch mit den teuersten Anlagen nicht vermeiden. Die Bohrung für Zapfen und Büchse sind demnach leicht konisch. Deshalb das Profilbrett beim Einpressen – insbesondere beim Zapfen – immer auf ebener Fläche auflegen, damit an der Unterseite kein Holz ausbrechen kann. Und immer genau rechtwinklig einpressen (z.B. Bohrmaschinenständer, s.o.).
Niemals mit dem Hammer einschlagen !!!

4. Hohe Flexibilität bei individuellen Wünschen und neuen Kopfstückformen!
Ohne Mehrkosten, bemaßte Skizze genügt. Beispiele:
- Schwellenwanne Hegob, Märklin usw.
- eingleisig (mittig, assymmetrisch)
- mehrgleisig
- ohne Böschung
- Gleisüberhöhung
- Geländeprofil
- Breite bis 60 cm
- usw.
Weitere Infos hier.

5. Die neuen Kopfstücke aus der Eigenproduktion erhalten Angaben zur Herstellungszeit und zum Gleissystem. Die Beschriftung zeigt nach aussen, also zum Nachbarmodul.

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2003, 2007, 2009.ab

 
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